Pfingsten

Der Ausdruck Pfingsten leitet sich vom griechischen Wort „Pentekoste“ ab und bezeichnet den 50. Tag nach Ostern. Zu diesem Termin soll denn Aposteln der Heilige Geist erschienen sein und habe ihnen die Fähigkeit vermittelt alle Sprachen zu sprechen, um die christliche Lehre auf der ganzen Welt verbreiten zu können. Dieses Fest wird seit dem 1. Jahrhundert gefeiert. Auf dem Konzil von Kostnitz des Jahres 1415 wurde festgelegt, dass es wie Ostern an zwei Tagen zu begehen ist.

 

Auch das Aufstellen junger Birken (Maien) anlässlich des Pfingstfestes geht auf christliche Traditionen zurück. Frühe Christen schmückten zu diesem Anlass Heiligen- oder Märtyrergräber bzw. Kirchen mit jungen Birken. Es ist davon auszugehen, dass dieser Baum Verwendung fand, weil er einer der ersten ist, der bereits zu Pfingsten volles Grün trägt. Über die Zeit wurde auch das Pfingstfest, genauso wie Ostern, immer volkstümlicher gefeiert und es wurden unterschiedliche Bräuche und Gewohnheiten von Ort zu Ort und Region zu Region damit verbunden.

 

Seit dem 19. Jahrhundert machten sich Pfingstgesellschaften zur Aufgabe die unterschiedlichen Traditionen um das Pfingstfest zu pflegen und zu bewahren. In Thaldorf lässt sich eine solche Gesellschaft erstmals zwischen 1865 und 1869 nachweisen. Die Feierlichkeiten fanden im Müllerschen Lokale (Paul Küster Straße 2) in Thaldorf statt. Pfingsten zu feiern hat in der Querfurter Region eine lange Tradition, was das noch heutige Vorhandensein von Pfingstburschenvereinen in fast jedem Dorf unterstreicht.

 

Anzeige im Querfurter Kreisblatt vom 31. Mai 1865

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